Auf Reisen in eine andere Stadt: Sich mit Sehbeeinträchtigung orientieren

Die Füße von einer Frau und eines Mannes sind abgebildet. Frau und Mann gehen gemeinsam spazieren. Sie haben Blindenstöcke dabei.

Unterwegs im Park © Jana Kästner

Wer blind ist oder eine Sehbeeinträchtigung hat und zum Konzert nach Berlin, beruflich nach Hannover oder zum Kurztrip nach Weimar möchte, will sich selbstständig dorthin und in der Stadt zurecht finden können.

Herkömmliche Stadtpläne und Routenplaner geben farbig markiert die Größe einer Straße aus, zeigen Straßennamen an und nennen, nach wieviel Metern rechts und wann wieder links abgebogen werden muss.  Kleine grafische Symbole verweisen auf Sehenswürdigkeiten. Blinde und sehbeeinträchtigte Menschen brauchen Informationen anders, wenn sie reisen. Informationen sind jedoch nur teilweise barrierefrei und damit auch für sie zugänglich.

Um eine Fahrt zu planen, greift Heiko Kunert, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins in Hamburg und selbst blind, zuerst in den Bücherschrank:

„Wenn ich in die Ferne fahre, nutze ich noch ganz klassisch meinen Atlas mit Reliefkarten, um mir eine ungefähre Vorstellung davon zu verschaffen, wo sich das Reiseziel befindet.“

Digital zugängliche Karten wie Google Maps oder OpenStreetMap nutzt die Politologin und Journalistin Dorothea Müth, die kurzsichtig ist, vor einer Fahrt. Beide Online-Karten verfügen über eine Zoomfunktion und beschreiben Wege mit Hilfe von Entfernungs- und Richtungsangaben. Informationen zu öffentlichen Fernverkehrsmitteln wie der Deutschen Bahn oder von Fernbusunternehmen findet sie auf deren eigenen Internetseiten. Dabei ist ihr wichtig, dass die Karten auch Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs anzeigen und sie dort direkt Fahrpläne für Bus und Bahn abrufen kann. Ein Test zeigt: Der Routenplaner von Google Maps gibt an, wie man in Berlin vom Zentralen Omnibusbahnhof mit Bus oder S-Bahn zum Alexanderplatz gelangt. Für Leipzig dagegen sind lediglich Haltestellen eingezeichnet. Wie jedoch die Straßenbahn vom Hauptbahnhof zum Neuen Rathaus fährt, erfährt man nicht. Bei OpenStreetMap und den dort verlinkten Routenplanern finden öffentliche Verkehrsmittel bisher keinerlei Berücksichtigung. Auch, wo und wie sie ein Taxi erreichen können, möchten sehbeeinträchtigte Reisende schnell nachschlagen können.

Wie lange man für eine bestimmte Wegstrecke einplanen muss, geben beide Online-Karten-Anbieter an. Gerade für weitere Strecken sind öffentliche Verkehrsmittel die häufigste Wahl für Menschen mit Sehbeeinträchtigung und fehlende Informationen dazu erschweren ihnen, mobil zu sein.

Statt aus einer Quelle, müssen verschiedene Dienste genutzt werden, um barrierefrei zugänglich zu erfahren, was es im Ort gibt und wie man dorthin gelangt. Heiko Kunert greift beruflich wie privat viel auf das Internet zurück. So auch bei seiner Reiseplanung:

„Ich nutze das Web und Apps, um mich über Sehenswürdigkeiten, Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten und die Lage des Hotels zu informieren, insbesondere Apps auf meinem Smartphone wie Blindsquare oder Aroundme können hilfreich sein.“

Karten auf dem iPhone zu nutzen ist dagegen schwierig. Das Gerät ist zu klein, um damit die verschiedenen Kartenfunktionen gut bedienen zu können. Manche blinde Menschen nutzen sie dennoch, z. B. AriadneGPS. Hier sind Geräte mit größerem Display geeigneter, um gut die Kartenfunktionen steuern aufrufen zu können.

Doch auch

„im Internet nützen mir Karten momentan wenig, da es keine haptische Ausgabe an meinem Rechner gibt. Hier wäre Hardware ideal, die größere Karten haptisch zugänglich machen kann. Die hat sich bisher aber nicht durchgesetzt“,

so Heiko Kunert.

Das Bild zeigt eine Kreuzung für Autos, Radfahrer und Fußgänger. Es gibt keine Ampeln, aber in eine Richtung eine Fußgängerinsel.

Welfenplatz in Braunschweig
© Jana Kästner

Solange es keine bezahlbare und gut nutzbare Lösung gibt, die Karten am Bildschirm ertastbar macht, kommt Wegbeschreibungen eine umso größere Bedeutung zu. Das schließt Angaben ein, wie eine Straße gefahrlos überquert werden kann: Wie stark ist die Straße befahren? Wieviele Spuren hat sie? Gibt es einen separaten Radweg oder teilen sich Fußgänger und Radfahrer einen Weg? Wie breit ist der Fußweg? Sind Parkbuchten oder Grünstreifen vorhanden? Gibt es einen Zebrastreifen? Ist eine Bedarfsampel vorhanden? Wie ist die Ampelschaltung an der Kreuzung?

Schon zu Hause am Computer oder an der Straßenecke vorher dies erkennen können, ist nicht nur für sehende, sondern auch für sehbeeinträchtigte Menschen wichtig. Für Dorothea Müth muss eine digitale Karte die Möglichkeit bieten, individuell einstellbar zu sein. Wege müssen sich stark vom Hintergrund abheben.

Mit dem Finger über den Bildschirm fahren und dabei ertasten zu können, wie der Weg beschaffen ist, wo er entlang führt und auch zu hören, welche Geräusche auf der Strecke wahrzunehmen sind, wenn man diese später abläuft – das fände Heiko Kunert ideal.

Barrierefreie Karten und Apps allein sind nicht ausreichend. Damit blinde Menschen sich in für sie unbekannter Umgebung mobil sein können, muss überall Barrierefreiheit umgesetzt werden. Heiko Kunert führt Beispiele an:

  • Leitstreifen an Bahnhöfen und auf großen Plätzen
  • Ansagen in Zügen, auf Bahnhöfen, in Bussen und in Fahrstühlen
  • tastbare Markierungen (gern auch in Brailleschrift) in Museen, an Hoteltüren, an WCs
  • Audioguides zu Sehenswürdigkeiten und in der Stadt, auch vorab zum Herunterladen
  • Leitsysteme mit Hilfe von Radio Frequency Identification Technic, ein Verfahren, bei dem mittels Radiofrequenz z. B. Informationen übermittelt werden können, welcher Bus an der Haltestelle einfährt

Aber auch, wo es in Parks oder auf Plätzen Bänke gibt, auf denen man eine Pause einlegen kann, findet Dorothea Müth wichtig.

Vereinzelt wird dies bereits umgesetzt und gibt es auch barrierefreie Informationen. Doch um sich umfassend barrierefrei informieren und in der Stadt orientieren zu können, muss noch viel getan werden.

 

Anmerkung: Als ich Tina Paulicks fragte, ob sie mir auch etwas darüber erzählt, was sie sich für digitale Karten und Programme wünscht, um sich blind gut orientieren zu können, lud sie gleich noch vier weitere blinde Menschen ein, dazu zu berichten. Herzlichen Dank an Tina Paulick dafür. Ihre Antworten stehen als Kommentare unter diesem Text.

Weitere Informationen

 

Mehr über Heiko Kunert können Sie nachlesen

  • in seinem Blog http://blindpr.com/
  • auf seiner Facebook-Seite https://www.facebook.com/HeikoKunert
  • bei Twitter https://twitter.com/heikokunert

Mehr über Dorothea Müth

  •  bei Twitter https://twitter.com/Muethos

Mehr über Tina Paulick

  • bei Twitter https://twitter.com/tinapaulick
  • auf ihrem Blog https//bildbeschreibungen.wordpress.com/author/tinafranziskapaulick

6 Comments:

  1. Ich bereite mich mit Google Maps vor, indem ich mir den Weg einzeichnen lasse, den ich gehen muss. Und ich nutze die Navi-Apps und Karten-Apps auf dem Iphone, insbesondere Blindsquare, Ariadne GPS und Google Maps.

    Wichtig sind Markierungspunkte, also Punkte auf dem Weg, die ich passieren muss. Am besten wäre es, wenn sie akustischer Natur sind, z. B. Ampeln.

    Hinweise zum Untergrund bzw. Bodenwechsel wären für mich hilfreich. Auch Hinweise vorab zu akustisch markanten Stellen wären top. Des Weiteren würde ich es schön finden, wenn die Karten weniger Details hätten und eher auf die Struktur Wert legen, also den Verlauf von Fußwegen. Die Straßen interessieren mich weniger, wichtiger sind Fußwege. Ein Hinweis auf gefährliche Stellen wäre auch schön, z. B. Löcher im Boden oder Ähnliches.

    Ich wünsche mir klare Strukturen. Und ordentliche, gut ertastbare Bordsteine. Und Haltestellen, die sich ansagen.

  2. Franz-Erwin K.

    Die Bahn-Seite bzw. den DB-Navigator sowie die App „das Örtliche“ für Taxinummern im Zielort. Die Kartenkenntnis überlasse ich am Zielort dem Taxifahrer und erkundige mich höchstens vorher nach dem vermutlichen Taxipreis.
    Für die selbständige Fußgängermobilität um meinen Wohnplatz am Zielort mache ich mir über diverse Internetrecherchen ein Bild, indem ich die Nachbarstraßen ergoogle und dabei auf z.B. Geschäfte und Restaurants achte.

    Sie müsste alle Straßen für mich als vollblinden Mobilisten insofern klassifizieren, als sie die Zahl der Fahrspuren, Mittelstreifen, Ampelanlagen mit und ohne Blindenausstattung aufführt.
    Die gröbsten Mobilitätshemmnisse/Mobilitätsgefahren wären damit beschrieben, und ich wüsste jetzt, ob ich es wagen kann, mich allein ins Getümmel zu stürzen.
    Eine Orientierung durch ein auch ohne aktuellen Satellitenempfang gutes Fußgängernavi wird jetzt erst interessant.

    Da mit allen Sinnen, also auch mit dem Tastsinn der Füße, orientiert wird, sind Gefälle bzw. Neigungen auf allen Wegstrecken extrem wichtige Kennzeichen sowohl für Gefahrenstellen wie Parkplatzzufahrten und Absenkungen bei Fußgängerüberwegen.

    Normgerechte Bodenleitstreifen und Ampelanlagen – und freundliche Mitmenschen, die mir mit knackigen Wegbeschreibungen weiterhelfen können, wenn mein Fußgängernavi oder die eigene Orientierung versagt hat – nach einem ausgiebigen Whiskytest z.B. 😉

  3. Zum einen nutze ich Apps wie Navigon, Google Maps, Karten oder Blindsquare am iphone abwechselnd, um einerseits die Ergebnisse vergleichen zu können und andererseits weil die Apps ja auch unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
    Zusätzlich habe ich einen Drucker, der dunkle Umrisse erhaben prägen kann (für Insider: den Emprint). Jene Gegend, die mir besonders wichtig ist, z.B. die Umgebung des Hotels, lasse ich daher prägen, auch wenn ich die Beschriftungen nicht lesen kann. So erhalte ich einen eindruck über den Straßenverlauf. Um den Kartenausschnitt zu bestimmen, nutze ich meist http://www.audiokarte.at/bwgoogle/
    Zusätzlich zu verfügbaren Karten recherchiere ich auch viel im Internet.

    Ich wünsche mir für eine Webseite oder eine App, dass ich beispielsweise alle auf dem Kartenabschnitt vorhandenen Elemente, also Straßen und Points, in einer Linkliste bekomme und diese dann einzeln antippen kann, um den Fokus dorthin zu setzen. Auf einem Smartphone kann dieser Punkt dann textlich als „Standort“ bezeichnet sein. Ähnlich wie die App Karten von Apple müsste dann die Verfolgung der Straße akustisch oder durch Vibration verfolgbar und natürlich auch optisch hervorgehoben sein.
    Auf Systemen, wo dies nicht möglich ist, könnte alternativ eine verbale Beschreibung z.B. des Straßenverlaufs helfen.

    Niveauunterschiede, vor allem Treppen, sind aus Sicherheitsgründen und zur Orientierung sehr wichtig, auch die Angabe, welche Geschäfte sich im Bereich befinden. Inwieweit Bodenbeschaffenheiten sinnvoll sind, hängt davon ab, wie rasch sich ein Untergrund ändert (neue Pflasterung,
    Frostaufbrüche). Vorrang sollten statische Merkmale haben, die sich
    nicht oder selten ändern. Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel
    sowie wichtige Infopunkte wie Polizei, post usw. gehören auch dazu. Und das System sollte konfigurierbar sein, um das einzublenden, was man benötigt, und für den Moment Überflüssiges ausblenden kann, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können.

    Akustische Ampeln, Bodenmarkierungen, aber auch sprechende Infopoints bis hin zu Rufknöpfen für Notfälle oder auch nur für Auskünfte könnte ich mir als Hilfe vorstellen.
    Und wenn es gar nicht mehr anders geht, dann nutze ich das Smartphone und dessen Kamera, um jemanden zu kontaktieren.

    EP: Man kann nicht alles erwähnen, was für die Orientierung hilfreich sein könnte. Erwähnen möchte ich stellvertretend verbale Wegbeschreibungen, wie sie auf http://www.berlinfuerblinde.de z.B. angeboten werden. Einige davon haben wir selbst erprobt und sind ans Ziel gekommen. In anderen Fällen haben wir uns den Weg selbst gesucht oder uns z.B. von BlindSquare die Straßen ansagen lassen, nachdem vorher die Route in einer der erwähnten Apps geplant worden ist. Ergänzend dazu haben wir den taktilen S- und U-Bahn-Plan für Berlin erworben. Einen Plan unter den Fingern zu haben, ist für mich immer noch die beste Hilfe. Da können verbale Informationen nicht mithalten. Das ist aber sicher individuell. Für blinde Reisende mag mein Bericht wenig hilfreich sein, für sehende Personen könnte er den einen oder anderen interessanten Hinweis enthalten. Die mehrteilige Serie beginnt hier:http://aus-meiner-feder.at/reisen/berlin-hi.php

    Tastmodelle von Innenstädten oder Gebäuden vor Ort sind natürlich auch hilfreich.

  4. Internet, Computer mit Jaws (Screenreader für Blinde) und Windows; Dort: Homepage der Kommune /Stadt /Land / Touristeninformationswebseite, Lokalzeitungsauftritt im Web wg. kultureller Veranstaltungen, großen Baustellen; Tipps ggf. von Freunden. Blindsquare (App für Iphone). Dort kann man den Standort jedes beliebigen Ortes simulieren. Dort füge ich gleich die Favoriten in jedem Interessensbereich in „meine Orte“ ein.

    Aufzeigen guter Straßenüberquerungsmöglichkeiten, wenn man sich einer Blindenampel nähert, sollte sie so um 20 m vorher angesagt werden. Es sollte erwähnt werden, wenn es auf dem eingegebenen Weg eine gibt, bzw. ggf. eine Route mit Blindenampel vorgeschlagen werden. Die Karten müssen topp aktuell sein, monatlich aktualisiert. In Kiruna zog der Bahnhof vor der ganzen Umzieherei der Stadt selbst bereits um. Wie überrascht war ich, als alle sich in entgegengesetzter Richtung bewegten. Man musste mit dem Bus in die Stadt zurückkutschiert werden. Kleine Infos sollten nicht fehlen. Beispiel London: Linksverkehr, Vorfahrt allerdings von Rechts. Äh, gut zu wissen, von welcher Richtung da einer gefahren kommen kann. So war es zumindest 1990.

    Falls möglich: Wo gibt’s ein Relief der Umgebung? Beispielsweise gibt es diese in Stuttgart. Alles, auch ggf. Blindenbund/Hilfsmittelzentrale, könnte eingefügt werden. Schließlich kann der Stock kaputt gehen, man etwas Interessantes dort entdecken oder sich eine sprechende Uhr, egal was, als Souvenir und Erinnerung an den Urlaub mit in den Alltag nehmen.

    Leitliniensysteme, Blindenampeln, keine Hindernisse auf den Wegen, eine Info für Blinde auf der dortigen Homepage und der Seite der Touristinformation mit wichtigen Hinweisen für Blinde: Blindenampeln, ggf. Hilfsmittelfirmen, Taxinummern, Bahnservicenummern, Flughafenservice Nummern usw. Wichtig: Gibt es eine Bank, die ein Sprachsystem für Blinde bereit hält? Muss man zur Nutzung eigenen Kopfhörer mitführen? Gibt es ggf. Hotels (Scandic Ferrum), die sich etwas auf uns eingestellt haben? Beispiel, durch Beschriftung der Aufzüge, oder, die auf ihrer Webseite gleich sagen, sie haben das Thema im Focus. Das sollte auf den dortigen Webseiten der Städte und Touristenzentren zu finden sein.

  5. Weitere nützliche Apps sind: Wikipedia, Navigon, MyWay, Ariadne (Navigation)
    ITranslate im Ausland
    Wie man an den Antworten sehen kann, ist die Vorbereitung recht aufwendig.
    Insgesamt ist es entspannter, wenn man einen Sehenden dabei hat.
    Aber wenn man niemanden findet der mitkommen will oder alleine gehen möchte, bietet die Technik heute viele Möglichkeiten.
    Die meistgenutzte Navigationsapp BlindSquare gibt es nur für IPhone, insgesamt sind aber auch Android Smartphones inzwischen für Blinde bedienbar und viele Anwendungen gibt es auch für dieses System. Es muss also kein Iphone sein.

    Viele Antworten sind ja relativ ähnlich. Es gibt diverse Apps die verschiedenes können und sich oft ergänzen. Letztendlich ist aber die GPS Genauigkeit entscheidend, desto besser sie ist, desto einfacher sind Ziele zu finden.
    Damit man nicht im Straßenverkehr mit normalen Kopfhörern rumläuft, gibt es sogenannte Knochenleitkopfhörer, die nicht direkt auf dem Ohr sitzen, wodurch man auch die Umgebung noch hört.

    Ich persönlich brauche keine Angaben zum Untergrund, aber das ist Geschmackssache. Wichtig wäre, dass man filtern kann, damit man nur sieht was man braucht. Aktualität ist wichtig, auch wenn es schwer machbar ist, jede Baustelle sofort zu verzeichnen.

    Wir wissen, dass einige Sachen utopisch sind, aber wir wurden ja nach Wünschen gefragt, Kleinigkeiten wie fühlbare Bordsteinkanten, Akustische Ampeln, keine Hindernisse auf Gehwegen und dass die Haltestellen angesagt werden, wären oft schon ausreichend. Und höfliche Mitmenschen, die sich nicht gleich aufregen, wenn man ihr Auto streift.

  6. Liebe Jana,
    dein Post zeigt auf, an wievielen Stellen in der digitalen und materiellen Architektur und Kommunikation noch wieviel zu tun ist, damit wir alle eine faire Chance haben, uns durch die Gegend zu bewegen – danke, dass du das Thema aufgegriffen und in Social Media veröffentlicht hast! Ich glaube, wir sind damit auch nie fertig. Aktuell sind die auf Autos zugeschnittenen Städte ja gefordert, sich in Radfahrer- und Fußgängerstädte zu verwandeln, und wer weiß, was da noch so kommt. Seniorengerechte Fahrpläne mit viel Umsteigezeit? Gesunde Schul- und Hobby-Wege für die Kleinen mit den „kurzen Beinen“? Beschilderungen nicht nur auf Deutsch (und Englisch… Französisch), sondern auch auf Arabisch? Wir haben viel Gestaltungsspielraum 🙂

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